2011Reisebericht Sambia
Sonntag der 11.09.11 Flughafen Frankfurt. Es ist 22.3o Uhr. Unser
Flieger startet in Richtung Sambia. Mit einem Zwischenstopp in Addis
Abeba (Äthiopien) und Harare (Simbabwe) landen wir am 12.09.11 pünktlich
14.30 Uhr in Lusaka, der Hauptstadt von Sambia. Dort werden wir von
Leonhard (Lennart) und Jolly empfangen. Leonhard wird uns fahren,
Jolly ist unser Dolmetscher. Wir sind uns sofort sympathisch und so
freuen wir uns auf unsere gemeinsame Zeit.
Nachdem sie uns zum Guesthouse gebracht haben, fahren wir gemeinsam
zum Großeinkauf. Die Shopping-Mals haben europäischen Standart. In
Lusaka wissen unsere Freunde, wo man günstig einkaufen kann. So können
wir das Geld der Unterstützer unserer Stiftung gut einsetzen.
Als erstes kaufen wir für die Schule in großen Mengen Schulhefte.
Dazu gehören natürlich Bleistifte, Radiergummis, Farbstifte und Zirkel,
in großer Anzahl. Auch ein paar neue Fußbälle nehmen wir mit und natürlich
Bonbons.
Für unser Patenkind Margret, ihre Familie und die Dorfbewohner haben
wir von zu Hause schon einige Dinge mitgebracht. Wir kaufen in Lusaka
Kleider und Körperwaschseife für die Familie. Größere Mengen Speiseöl
und Reis stehen auch auf dem Einkaufszettel. Für Margret suchen wir
noch einen schönen Rucksack, Floppers und etwas zum anziehen.
Nun ist es schon lange dunkel und wir haben alle Hunger. Wir laden
Jolly und Leonhard zum Essen ein. Sie erzählen uns aus ihrem Leben
in Afrika. Sie freuen sich über die positiven Veränderungen in Sambia.
Aber alles geht nur sehr langsam. Dann fahren wir zurück in das Guesthouse.
Nach 24 Stunden sind wir ziemlich müde, es war ein langer Tag mit
vielen Aufregungen. Wir freuen uns auf unser Bett. Aber Afrika ist
eben Afrika. Der Schlüssel zu unserem Zimmer schließt nicht. Martina
findet zum Glück noch einen Mitarbeiter des Hauses, der uns die Zimmertür
öffnen kann. Glück gehabt, Wir sortieren unsere Finanzen, Euro, Dollar,
Kwascha. Jetzt noch duschen, aber auch diese Tür bleibt uns versperrt.
Der Chef des Hauses ist schnell zur Stelle, wir bekommen ein anderes
Zimmer.
Wir schlafen schnell und gut.
Am nächsten Tag holen uns Lennart und Jolly pünktlich 8.45 Uhr am
Guesthouse ab. In Lusaka kaufen wir noch drei lebende Hühner für das
Dorf. Dann fahren wir auf der Great North über Chisamba, Landless
Corner nach Kanpekete (Chibombo). Kurz vor 11.00 Uhr sehen wir das
Werbeschild von Plan Sambia an der Straße und wissen, dass wir am
Ziel sind. Ziemlich nahe bei der großen Straße befindet sich die Schule
von Kanpekete in der auch Margret unterrichtet wird. Wir treffen unseren
„alten Freund“ Oskar, der bereits mit seinem Motorrad auf uns wartet.
Nach einem freudigen Hallo begrüßt uns der Headteacher (Direktor)
der Schule, der uns noch von unserem letzten Besuch vor 3 Jahren kennt.
Danach fahren wir ins Dorf. Die Wege sind nach wie vor in keinem guten
Zustand. Aber es gibt auch wichtigeres. Die Begrüßung von Margret
und Judith (Margrets Mutter) war sehr herzlich.
Die Zurückhaltung der letzten Besuche war einer freudigen Erwartung
gewichen. Sofort waren wir von den Kindern und den Dorfbewohnern umringt.
Die für die Dorfgemeinschaft gekauften Geschenke brachten große Freude.
Ob Reis Mehl oder die für die Erleichterung der Feldarbeit mitgebrachten
Hacken, alles fand freudige Abnehmer. Ganz besonders, die eigentlich
für die Kinder mitgebrachten Bonbons und Lutscher, fanden auch bei
den Erwachsenen großen Anklang.
Der Dorfälteste begrüßt uns und freut sich über das Wiedersehen. Wir
unterhalten uns ausführlich über die Projekte die bisher mit unserer
Unterstützung durchgeführt wurden. Margret war während der ganzen
Zeit bei uns und hielt Martinas Hand. Wir sprachen auch über die zukünftigen
Projekte die wir gerne angehen wollen. Der Bürgermeister der Gemeinde
zeigte sich davon überzeugt, dass auch in Zukunft die Zusammenarbeit
mit Plan für die Region Chibombo einen stetigen Fortschritt bringen
wird. Es ist die Hilfe zur Selbsthilfe die für eine nachhaltige Entwicklung
sorgen kann.
Wir hatten großes Interesse das Haus unseres
Patenkindes zu sehen. Vor drei Jahren standen nur die Mauern und ein
Teil war mit Wellblech bedeckt. Die Familie von Margret lud uns ein
ihr Haus zu besichtigen. Das Haus mit drei Räumen ist heute ganz mit
Wellblech gedeckt. Im Schlafraum steht ein großes Bett. Schränke gibt
es nicht. Die Feuerstelle der Küche ist mit Holzkohle befeuert. Der
Eingangsraum wird überwiegend als Vorratsraum genutzt. Dort steht
auch eine alte Autobatterie die als Stromquelle genutzt wird.
Für uns ist es sehr schön zu sehen, dass in der Hütte die Bilder hängen,
die wir der Familie aus Deutschland gesendet haben. Auch der beim
letzten Besuch für Margret mitgebrachte Schulranzen ist noch in Gebrauch.
Margret wuschelt in Martinas Haar. Blond ist in Afrika sehr selten.
Martina nutzt die Nähe um auch durch Margrets Haar zu streichen. Das
löst bei allen ein freundliches Gelächter aus.
Das Essen können wir einfach nicht ablehnen. Es besteht aus den von
uns mitgebrachten Hühnern und dem für Sambia typischen Maisbrei. Margret
gibt Wolfgang eine extra große Portion vom Maisbrei. Oscar ist ein
dankbarer Abnehmer für die Hälfte von Wolfgangs Portion.
Anschließend machen wir uns auf den Weg zurück zur Schule. Margret
freut sich sehr dass sie im Auto mitfahren kann. In der Schule haben
wir die Gelegenheit Margrets Klasse während des Unterrichts besuchen
zu können. Die Klassenlehrerin zeigt uns den Stundenplan und erläutert
uns das Schichtsystem. Es gibt für die Kinder zu wenig Schulräume
und für die Schule zu wenige Lehrerinnen und Lehrer. Um diesen Mangel
auszugleichen gibt es einen Schichtplan der morgens und nachmittags
Unterricht ermöglicht.
Die über Spenden finanzierten Lernmittel (Hefte, Bleistifte, Kugelschreiber,
Zirkel und Papier) sind ein sehr willkommenes Geschenk. Die Kinder
bedanken sich mit einem Lied. Im Anschluss zeigt uns der Direktor
die Baustelle für weitere Unterkünfte für das Lehrpersonal. Die Löhne
für LehrerInnen sind nicht hoch. Schulen die mehr Lehrkräfte wollen
müssen für ein gutes Umfeld sorgen. Die Gemeinde in Kampakete ist
bemüht mit dem Bau von Wohnungen mehr Lehrkräfte für Kampakete zu
bekommen.
Wir gehen mit dem Versprechen bald wieder zu kommen.
Oscar, Leonard und Jolly bringen uns zu den Projekten die wir bei
unserem letzten Besuch nur als Baustellen sehen konnten. Oscar ist
auf seinem Motorrad nicht zu beneiden. Die Wege auf denen wir uns
bewegen erzeugen eine Menge an Staub.
Das Gemeinschaftshaus und die sanitären Anlagen sind fertig. Vor drei
Jahren konnten wir nur die für den Bau notwendigen Gruben besichtigen.
Auch die Wasserpumpe ist in Betrieb. Eine Frau aus der näheren Umgebung
holt gerade Wasser. Sie ist sehr freundlich und wir dürfen sie auch
fotografieren.
Alles in allem können wir sehen wie gut es
weiter geht. Nicht in dem Tempo wie wir es als Europäer gewohnt sind,
aber zum Wohle der Menschen und vor allem der Kinder in Chibombo.
Für uns ist dieser Besuch Antrieb und Motivation. Die Christian Cyperek
Stiftung will auch weiterhin den Menschen in Chibombo helfen.
Das Lachen der Kinder ist Motivation und Ansporn, die Hilfe zur Selbsthilfe
als Antrieb für unsere Stiftung der richtige Weg.


Spendenkonto
Christian Cyperek,
Chibombo-children Stiftung
Bank für Sozialwirtschaft
Kto: 3780100010
BLZ: 700 205 00
IBAN DI 057 00 205 000 00 8896000
BIC BFS WDE 33 MUE