Reisebericht Sambia 2017

Nach drei Jahren ist es wieder soweit. Wir landen auf dem “Kenneth Kaunda International Airport“ in Lusaka, der Hauptstadt von Sambia.
Was uns sofort auffällt ist der Rohbau für das neue moderne Flughafengebäude. Wie bei unserem letzten Besuchen werden wir am Flughafen abgeholt. Wir nutzen den Nachmittag um in einer der großen Einkaufszentren in Lusaka einzukaufen. Für die Dorfgemeinschaft kaufen wir größere Mengen Mehl, Reis, Zucker, Speiseöl, Waschpulver und Seife. Für die Familie kaufen wir Stoffe für unser neues Patenkindes Maclean ein Kleid ein Püppchen und einen Ball. Von zu Hause haben wir noch einige Dinge für alle und für die zahlreichen Kinder natürlich Lollis. Für die Schule konnten wir von mitgebrachten Spendengeldern auch noch große Mengen Hefte, Stifte, Papier und Zeichenmaterial kaufen.
Nach dem langen Flug und dem Einkauf freuen wir uns nun auf eine Dusche, ein gutes Essen und ein Bett. Am frühen Morgen des nächsten Tages starten wir in unsere Projektgebiete. Auf der großen Nord-Süd ist wie immer viel Verkehr. Nicht nur die großen LKW die in den Kupfergürtel fahren, auch Radfahrer und Fußgänger nutzen die asphaltierte Straße. Auch hier fällt uns die rege Bautätigkeit auf. Die Straße, die wichtigste Nord-Süd Verbindung wird vierspurig ausgebaut. Für uns ein Hindernis aber auch ein Zeichen, dass es mit der Infrastruktur vorwärts geht.
Im Dorf angekommen überrascht uns die Veränderung der letzten drei Jahre. Ringsum entstehen Häuser aus Stein, Strommasten versorgen die Neubauten. Margret und ihre Familie empfangen uns überschwänglich. Unser neues Patenkind Maclean, eine Schwester von Margret, wird uns vorgestellt.
Die Begrüßung durch den Dorfvorsteher Shamputa, bei unserem fünften Besuch nun schon ein “alter Bekannter“, ist überaus herzlich. Er drückt die Freude aus uns wieder zu sehen und bedankt sich für unsere Hilfe zur Selbsthilfe. Diese wirkt sich im Dorf sehr positiv aus. Unsere Patenfamilie zeigt uns voller Stolz den Rohbau ihres neuen Hauses. Vor drei Jahren waren die aus Steinen angefertigten Fundamente zu sehen. Die Steine werden mit Material aus einer Lehmgrube und Zement selbst geformt und in der Sonne getrocknet. Auch eine neue Toilette ist gebaut.
In Chikonkomene besuchen wir die mit unserer finanziellen Hilfe vor drei Jahren renovierten Krankenstation und sind enttäuscht. Leider hat sich die positive Entwicklung nicht fortgesetzt. Die Station ist noch immer nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Die Regierung hat ihr Versprechen auch nach drei Jahren noch nicht erfüllt. Auch Wartung und Instandhaltung finden nicht wie abgesprochen statt. Hier wollen wir mit Plan International das weitere Vorgehen besprechen.

Die Schule in Kampekete ist da auf einem viel besseren Weg. Die Zementspende unseres letzten Besuches hat geholfen ein weiteres Unterrichtsgebäude und Unterkünfte für Lehrkräfte fertig zu stellen. Unsere Lernmittel werden vom Leiter der Schule dankend angenommen. Bildung ist auch in Sambia der Schlüssel zu einer besseren Entwicklung. Leider findet zur Zeit an der Schule kein Unterricht statt. Es fehlt an Lehrkräften. Diese wechseln an Schulen mit besserer Bezahlung. Das erinnert uns irgendwie an Rheinland-Pfalz.

Eines wird uns aber deutlich. Nur Projekte, die von den Menschen selbst betreut werden können, führen langfristig zum Erfolg. Dort, wo die Selbsthilfe nicht möglich ist, ist eine positive Entwicklung zumindest erschwert. Die Gespräche mit den Plan Mitarbeitern vor Ort und die von uns gewonnenen Eindrücke führen zu einer langen Liste von Aufgaben, die für die weitere Stiftungsarbeit auf uns wartet. Die Zuversicht der Menschen, die wir wieder erleben durften, gibt uns weiteren Ansporn.
Mit unseren Spendern und Unterstützern wollen wir weiter unser Stiftungsziel, die “Hilfe zur Selbsthilfe“ voranbringen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.